Mündliche Kommunikation ist seit Anbeginn der Menschheit Teil unserer Kultur und unseres Zusammenlebens. Das Ausdrücken von Gefühlen, Wünschen, Träumen und nur der einfache Austausch mit anderen Personen gehört zum Dasein eines Menschen. Was passiert aber mit den Personen, die diese Worte nicht wahrnehmen können, weil ihnen das Hörvermögen fehlt oder es eingeschränkt ist? Viele von ihnen treffen sich in Gruppen, in denen sie sich untereinander in Gebärdensprache unterhalten und verständigen können. Sie werden so an den Rand der Gesellschaft gedrängt, da eine einfache Person weder die Gebärdensprache verstehen noch diese anwenden kann.

Sport als Vermittler

Sport in seinen verschiedenen Erscheinungen und Arten kennt keine Grenzen. Dem Sport ist es egal, welche finanzielle Mittel einem zur Verfügung stehen, welche Hautfarbe, Staatsbürgerschaft, Größe oder Fähigkeiten man hat. Jede Person kann den Sport seiner Wahl ausüben. So auch Gehörlose und Hörbehinderte. In einer Gesellschaft spielt Sport für die Inklusion eine große Rolle.

Mit dem Committee International des Sport Sounds (CISS) gibt es mittlerweile sogar einen Verband, der Gehörlose und Hörbehinderte in den Sport integrieren möchte. Für einen Athleten mit einer Hörbehinderung ist es nicht einfach, Signale zu hören oder sich mit seinen Mannschaftskollegen mündlich zu verständigen. Das CISS möchte es Sportlern einfacher machen, mit hörfähigen Athleten mithalten zu können.

In Deutschland hat sich mittlerweile ebenfalls ein Sportverband für Gehörlose zusammengefunden. Auch alle Bundesländer, Berlin und Brandenburg zusammen, sind mit ihren eigenen Verbänden vertreten. Mittlerweile ist es Dem Deutschen Gehörlosen-Sportverband gelungen, dass sich Mannschaften, rein aus Gehörlosen bestehend, mit anderen hörfähigen, Mannschaften messen können.

Auch haben die Verbände eigene nationale Wettbewerbe für ihre Sportler organisieren können. Ein fairer Wettbewerb, bei dem jeder Athlet die gleiche Voraussetzung hat, treibt den sportlichen Geist und den Ehrgeiz von jedem an – ohne sich ausgeschlossen fühlen zu müssen. Zwar ist es noch ein langer Weg, bis dass die Wettbewerbe für Hörende und Gehörlose so ausgelegt sind, dass jeder die gleichen Chancen hat. Aber es ist für die Inklusion schon ein großer Schritt.